Stand 2010

 

Inhalt

 

  1. Rahmenbedingungen                                              
  2. Verständnis von Schule heute                      
  3. Geborgenheit

3a. Der Kontakt zu den Eltern
3b. Die Kinder und ihr Verhältnis untereinander
3c. Sozialformen im Unterricht
3d. Fürsorge durch das weitere Personal der Schule
3e. Gestaltung der Flure, Klassenräume und Außenanlagen
            3f. Feste
            3g. Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte untereinander
4.      Stärkung des Kindes
            4a. Allgemeines
            4b. Geborgenheit
            4c. Selbstständigkeit
            4d. Flexible Stundenlängen
            4e. Differenzierung
            4f. Fördermaßnahmen
            4g. Arbeitsgemeinschaften
            4h. Toleranz
            4i. Stilleübungen
            4j. Rituale
            4k. Anti-Suchtprogramme
            4l. Grenzen
5.      Schule in der Gemeinde
6.      Schule und Eltern

 

 

  1. Umwelt und Schule

7a. Müllvermeidung
7b. Müll sortieren
7c. Schulteich und Schulwald
7d. Ausflüge

  1. Pausen

8a. Pausenzeiten
8b. Pausengestaltung
8c. Pause auf dem Schulhof
9.      Förderkonzept

 

 

1. Rahmenbedingungen

Groß Kummerfeld ist eine Randgemeinde Neumünsters, die noch vor zehn Jahren eine von der Landwirtschaft geprägte Struktur hatte. Inzwischen veränderte sich die Sozialstruktur durch den Zuzug vieler Neubürger und Bürgerinnen aus der Stadt.
In den Einzugsbereich der Grundschule Groß Kummerfeld fallen die Dörfer Willingrade, Kleinkummerfeld und Groß Kummerfeld.
Die Grundschule Groß Kummerfeld entwickelte sich in den letzten 20 Jahren von einer zweiklassigen Dorfschule, in der etwa 20 Kinder von zwei Lehrkräften jahrgangsübergreifend unterrichtet wurden, zu einer zunächst einzügigen Schule, die durch die Erschließung von Baugebieten weiter wuchs.
Insgesamt besuchen nun ca. 108 Kinder in fünf Klassen unsere Schule.

Der Schulalltag ist geprägt durch ein reges Interesse der Gemeinde und der Elternschaft an ihrer Schule und einen intensiven persönlichen Kontakt zwischen Eltern, Lehrkräften und Gemeinde, wodurch ein hohes Maß an Identifikation mit der Schule entstanden ist.
Die Lehrerinnen betrachten es als wesentliche Aufgabe, diesen engen Kontakt auch in Zukunft zu pflegen und zu erhalten.

Zwischen den Kindern der einzelnen Jahrgangsstufen besteht ein positives Miteinander.

        
Kinder der 1. und 2. Klasse feiern gemeinsam Fasching
Kinder aller Altersgruppen spielen in den Pausen miteinander, feiern gemeinsam Feste oder machen zusammen Ausflüge. Dieses Verhalten ist historisch gewachsen und an anderen Schulen kaum zu beobachten.
Waren in den Jahren mit kleinen Schülerzahlen die Kinder darauf angewiesen, miteinander zu spielen, da die Auswahl an Spielkameraden nicht groß war und Mannschaftsspiele sonst gar nicht möglich gewesen wären, muss heute bewusst darauf hingewirkt werden, diese Kontakte zu fördern.
Gemeinsam mit den Eltern, den Kindern und der Gemeinde eine Schule zu gestalten, an der Kinder sich in geborgener Atmosphäre entwickeln und lernen können, soll ein Ziel unseres Schulprogramms sein.

2. Verständnis von Schule heute

Als eines der Bildungs- und Erziehungsziele der Schule von heute gilt die Vorbereitung auf ein individuelles, gesellschaftliches und berufliches Leben. Hierdurch erweitert sich der Rahmen von Schule, deren Aufgabe früher hauptsächlich in der Vermittlung von abfragbarem Lernstoff gesehen wurde.
Schule muss heute definiert werden als Lernraum, Lebensraum und Handlungsraum. Sie muss sich darum bemühen, das Kind als Individuum zu stärken.
Anforderungen, die Gesellschaft und Wirtschaft an Heranwachsende stellen, sollten bereits in der Grundschule Berücksichtigung finden.
In ihrem Schulprogramm versucht die Grundschule Groß Kummerfeld Wege zu finden, die diesen Anforderungen gerecht werden.
Ideen und Vorschläge der Schülerinnen und Schüler werden in den Unterricht mit einbezogen. Gemeinsam wird geplant, gearbeitet, gefeiert und gespielt.
Es soll versucht werden Neugier, Kreativität, Experimentierfreude, Sinn für Gestaltung, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein auch durch den Einsatz moderner Unterrichtsformen zu entwickeln.

3. Geborgenheit

Schule übernimmt in unserer heutigen Gesellschaft, die durch Hektik und Reizüberflutung geprägt ist und in der immer mehr Familien immer weniger Zeit für Erziehung und soziales Lernen aufbringen, eine wichtige erzieherische Aufgabe.

Positive Persönlichkeitsentwicklung kann nur stattfinden, wenn Unterricht in einer entspannten, geborgenen Atmosphäre statt findet.
Kinder, die sich geborgen, akzeptiert und verstanden fühlen, werden keine Schulangst entwickeln.
Hierfür sind verschiedene Faktoren Voraussetzung.

 

3a. Der Kontakt zu den Eltern

Eine intensive Zusammenarbeit von Eltern und Schule schafft eine spannungsfreie, angstfreie Lernatmosphäre.
Kinder empfinden die Kontaktaufnahme der Eltern zu den Lehrkräften und umgekehrt nicht als Bedrohung, sondern als allgemeine Sorge um ihr Wohlergehen.
Je häufiger Kontakte zwischen Eltern und Lehrkräften stattfinden, umso selbstverständlicher sind diese für die Eltern und das Kind.
Missverständnisse im Umgang miteinander werden so vermieden und ein besseres Verständnis für das Kind in seinem jeweiligen Umfeld entsteht.
Die Eltern beteiligen sich aktiv an der Vorbereitung und Durchführung der Feste und an der Durchführung von Ausflügen. (Siehe Kapitel 6 und 7e)

Sie gewinnen Einblick in die Arbeit mit ihren Kindern, indem sie differenzierende Maßnahmen im Unterricht unter Anleitung der jeweiligen Lehrkraft unterstützen.

Durch die stundenweise Betreuung einzelner Klassen bei Ausfall einer Lehrkraft wird Unterrichtsausfall vermieden und die Eltern entwickeln ein fundiertes Verständnis von der schulischen Arbeit. Vorurteile gegenüber Lehrkräften können auf diese Weise abgebaut werden.
Je mehr Transparenz die Schule innerhalb der ihr gebotenen Verschwiegenheitspflicht herstellt, umso fruchtbarer wird die Zusammenarbeit zwischen Lehrerschaft und Eltern sein und umso positiver die Lernatmosphäre für die Kinder, denn es gibt kaum etwas Schädlicheres für eine erfolgreiche Arbeit mit den Kindern als ein Gegeneinander von Eltern und Lehrkräften.

Eltern werden gebeten, ihre Fähigkeiten zum Wohle aller Kinder und zur Erweiterung der Unterrichtsvielfalt einzubringen und Arbeitsgemeinschaften anzubieten. (Siehe auch Kapitel 4)

In einer durch Eltern und Lehrkräfte gemeinsam gestalteten Schule fühlen sich Kinder gut aufgehoben und geborgen.
Die Verantwortung für die Erziehung der Kinder wird von keiner Seite abgegeben, sondern gemeinsam getragen.

Unser Ziel ist, einen möglichst regen Kontakt zu halten, die Zusammenarbeit auch durch Beschreiten neuer Wege zu stärken und so die Geborgenheit, welche die Kinder bisher empfanden, zu erhalten und/oder stets wieder neu zu schaffen. (Siehe auch Kapitel 4, Kapitel 6)

 

3b.  Die Kinder und ihr Verhältnis untereinander

Die Kinder, die heute unsere Schule besuchen, werden in starkem Maße beeinflusst durch die gesellschaftlichen und familiären Vorprägungen.
Viele Kinder werden in liebevoller Weise einer intensiven Frühförderung unterzogen. Sie besuchen Musikschulen, Ballettunterricht, Kinderturnen, arbeiten bereits an Lerncomputern und beschäftigen sich mit zahlreichen anderen Dingen, die ihnen ein erfolgreiches Leben ermöglichen sollen.
Kinder, die ein starkes Interesse für ihre Umwelt durch frühe Aufklärung durch das Elternhaus entwickelt haben, betrachten kritisch, besorgt und liebevoll ihre Umgebung und setzen sich mit ihr auseinander.
Vielfach kommen sie zu uns auch als verwöhnte kleine "Prinzessinnen" und "Prinzen", deren Eltern in bester Absicht versuchten, ihnen ein möglichst angenehmes Leben zu bereiten, indem sie ihnen möglichst viele Pflichten abnahmen.
Andere Kinder sind es gewohnt durch die Medien berieselt zu werden, haben eine rezeptive Haltung entwickelt und erwarten in der Schule Unterhaltung abwechslungsreichster Art von einer "Showmasterin" erster Qualität, ihrer Lehrerin.
Sie sind es nicht gewohnt, selbstständig und ausdauernd eine Aufgabe zu erledigen und dabei auch Misserfolge zu ertragen.
Diese Kinder sind häufig wenig belastbar, ertragen keinen Frust oder zeigen Verhaltensstörungen.
Ihre Sozialkompetenz ist wenig ausgebildet. Sie betrachten Mitschülerinnen und Mitschüler als Konkurrenten beim Streben danach, die Aufmerksamkeit der Lehrerin zu erringen oder im Wettbewerb um den Erfolg.
Durchhaltevermögen kennen sie kaum, ihre Kommunikationsfähigkeit ist wenig entwickelt.

Aufgabe unserer Schule ist es, die Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungslagen und Vorprägungen zu fördern, die Frustrationstoleranz und das Durchhaltevermögen zu erhöhen, Eigeninitiative zu fördern, Selbstkritikfähigkeit und Teamfähigkeit zu steigern und ein positives Sozialverhalten durch Sozialerziehung, Spiele, Stilleübungen, Akzeptanz und Toleranz untereinander zu entwickeln.
Nur in einer Lernatmosphäre, die nicht durch rücksichtslose Mitschülerinnen und Mitschüler belastet wird, können sich Kinder geborgen fühlen.

Für eine positive Einflussnahme auf das Verhalten der Kinder untereinander ist wiederum die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, aber auch mit therapeutischen Einrichtungen nötig.

Unsere Schule ist gefordert, Methodenvielfalt und angemessene Sozialformen einzusetzen.
Die Zusammenarbeit mit therapeutischen Einrichtungen muss, wenn es notwendig wird, noch verstärkt werden.

3c. Sozialformen im Unterricht

Es besteht - wie eingangs beschrieben - ein reger, jahrgangsübergreifender Kontakt der Kinder zueinander.
Dieses Miteinander gilt es zu erhalten und zu entwickeln, indem gemeinsame Unternehmungen geplant werden, Feste gemeinsam gestaltet werden, der Kontakt in den Pausen gefördert wird (z.B. Besuche der Klassen untereinander zum Spielen in den Pausen, gemeinsames Fußball- oder Völkerballspiel). (Siehe auch Kapitel 8)
Hierbei gilt immer das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme, das im Unterricht gefördert wird z.B. durch Einüben von Sozialformen.
Hierzu trägt auch die Busschule bei, indem sie die Kinder zu rücksichtsvollem und verantwortlichem Tun anleitet.
Im Unterricht steht das eigenverantwortliche Arbeiten im Vordergrund.
Ziel ist es, im Verlaufe der vier Grundschuljahre die Kinder zu zielorientiertem, selbstständigem Arbeiten in Gruppen, Partner- oder in Einzelarbeit zu erziehen.

   Schülerinnen bei der Partnerarbeit

                                                            
Es soll versucht werden, über kompatible Sitzordnungen unterschiedliche Unterrichtsformen möglichst einfach zuzulassen.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Durchführung modernen Unterrichtes ist die entsprechende Ausstattung der Klassenräume.
Viel wurde auf dem Wege dorthin in den letzten Jahren bereits erreicht.
Unser Ziel ist es nun mit Hilfe des Schulträgers, unserer Gemeinde, alle Klassenräume in einen Stand zu versetzen, der diesen Anforderungen entspricht.
Eigentumsschränke und ausreichender Regal- und Schrankplatz schaffen Rahmenbedingungen, in denen Differenzierungsangebote bereitgehalten werden, helfen der Lehrkraft, sich auf die unterschiedlichen Begabungslagen einzustellen.
Selbstständiges Arbeiten wird gefördert durch die Ausstattung mit Einzeltischen und Stapelhockern, die einen schnellen Wechsel der Unterrichtsform zulassen.
Musikanlagen in allen Klassenräumen ermöglichen den spontanen Einsatz von Stilleübungen oder Bewegungszeiten dann, wenn der Bedarf bei den Kindern entsteht.

Durch den Einsatz von Computern und die Einbeziehung des Internets wird differenziertes und selbstständiges Lernen an neuen Medien ermöglicht. Die Kinder erlernen den Umgang mit den neuen Medien, den die Gesellschaft und die Wirtschaft von ihnen erwarten.
Je früher die Kinder den Umgang und den selbstständigen Gebrauch dieser Medien kennenlernen, umso selbstverständlicher und leichter werden sie mit ihnen umgehen können.

In den Klassenräumen stehen Nachschlagewerke und Hilfsmaterialien sowie Pausenspiele bereit. Die Kinder halten diese Materialien nach Anweisungen durch die Lehrkräfte selbst in Ordnung und helfen einander.

Bei der Gestaltung des Stundenplanes wird versucht, Lehrerstunden in den einzelnen Klassen zu blocken, damit eine auf die jeweilige Situation der Kinder abgestimmte und fächerübergreifende Gestaltung des Vormittages ohne Brüche möglich wird.
Eine Unterrichtssituation, die sich auf die Bedürfnisse der Kinder einstellt, nimmt ihnen Stress und verschafft ihnen das Gefühl der Geborgenheit.
3d. Fürsorge durch das weitere Personal der Schule

Durch die enge Einbindung der Schule in das Gemeindeleben lernen die Kinder den ehrenamtlichen Einsatz von Mitbürgerinnen und Mitbürgern kennen, die ohne persönliche Vorteilsnahme Arbeitsgemeinschaften für die Kinder anbieten. Hier wird ihnen vorbildhaft der Einsatz für die Gemeinschaft gezeigt. Im Gegensatz zur Anonymität in großen Systemen fühlen sie sich angenommen und geborgen.

Indem das Reinigungspersonal soweit möglich bereits seiner Tätigkeit nachgeht, wenn die Kinder noch im Gebäude sind, wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut. Die Kinder erkennen, dass hier jemand etwas für sie tut und lernen diese Tätigkeit zu achten.
Die Kinder werden zu Rücksichtnahme im Umgang mit Menschen angehalten, die für sie sorgen und sie lernen, Allgemeingut zu pflegen.
Sie verlassen ihre Arbeitsplätze so sauber und ordentlich wie möglich und gehen pfleglich mit ihnen zur Verfügung gestellten Räumen, Möbeln und Materialien um.
Hierauf achten sowohl die Lehrkräfte, als auch das Reinigungspersonal.
In einer gepflegten und liebevoll gestalteten Umgebung fühlen sich Kinder geborgen. 

                          
Frühling in der Eingangshalle und im Klassenraum
3e. Gestaltung der Flure, Klassenräume und Außenanlagen

Geborgenheit und Wohlbefinden werden stark beeinflusst durch ein positives Lernumfeld. Die Kinder werden an der Gestaltung der Flure und der Klassenräume beteiligt. Sie stellen im Unterricht Dekorationsmaterial her und fühlen sich für ihr Umfeld verantwortlich.

Die Lehrkräfte sorgen für ein positives Raumklima durch die Anschaffung und die Pflege von Pflanzen in den Klassenräumen und in den Gemeinschaftsräumen.
Da Kinder mit der Pflege von Pflanzen überfordert sind, werden sie hier nur zu Hilfsleistungen herangezogen. Verantwortlich ist die jeweilige Klassenlehrerin oder die "Pflanzenbeauftragte".

Gepflegte Übertöpfe und Bilderrahmen, Vasen und Pflanzkübel runden eine schöne Raum- und Gebäudegestaltung, in der sich Kinder wohl fühlen und in der kein Raum für Vandalismus ist, ab.
Ein Bezug zur Jahreszeit, zum natürlichen Umfeld der Kinder entsteht durch die Gestaltung der Eingangshalle, eines Jahreszeitentisches im Klassenraum oder durch die Gestaltung eines Thementisches.

             

Die gemeinsame Gestaltung und Pflege des schulischen Umfeldes stärkt das "Wir-Gefühl", das wiederum eine Voraussetzung für den Aufbau des Gefühles von Geborgenheit ist.
3f. Feste

Ebenfalls erreicht wird diese „Wir-Gefühl" - Stärkung durch die gemeinsame Planung und Durchführung der Feste im Jahreskreis. (Siehe auch Kapitel 5)
Die Schülerinnen und Schüler planen gemeinsam mit den Lehrerinnen, den Eltern und soweit wie möglich mit den Kindern der anderen Klassen ihre Feste.
Dieses werden in der Regel Fasching, das Osterfrühstück, Vogelschießen, die Einschulungsfeier, das Krokussetzen, das Weihnachtsmärchen und die Weihnachtsfeier sein.

      
Faschingskinder

 


Krippenspiel der 4. Klassen während der Weihnachtsfeier

          
Einschulungsfeier

 

3g.  Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte untereinander

Nur in einer spannungsfreien Atmosphäre guter Zusammenarbeit der Lehrkräfte untereinander, die Kinder sofort spüren, können sie sich geborgen fühlen.

Für die Arbeit der Lehrkräfte gilt, was schon für die Kinder als wesentlich beschrieben wurde. Auch sie benötigen Rahmenbedingungen, die eine gute Zusammenarbeit begünstigen.

Lehrkräfte, die in einer Klasse tätig sind, arbeiten fächerübergreifend, wenn dieses möglich und sinnvoll ist. Sie informieren einander über durchgenommene und geplante Unterrichtsvorhaben und sprechen sich miteinander ab. Sie arbeiten miteinander im Team und unterstützen sich gegenseitig durch die Bereitstellung und gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien, die im Lehrerzimmer bereitgehalten werden.
Hierfür wurde eine nach Themen geordnete Hängeregistratur eingerichtet, die ständig ergänzt und erneuert wird und für die sich jede einzelne Lehrkraft verantwortlich fühlt. Es wird entsprechender Schrankplatz bereitgehalten.
Zusätzlich steht ein Tisch für unsere „Ideen- und Tauschbörse“ bereit. Dort werden von allen Lehrkräften Bastelarbeiten, Schablonen, Arbeitsblätter, Bücher u.ä. zum Ausleihen angeboten und Ideen für den Unterricht präsentiert. Der Austausch wird so erleichtert und gefördert.

Die Lehrkräfte der Schule führen regelmäßig Dienstbesprechungen durch, in der gegenseitige Informationen erfolgen und Absprachen miteinander getroffen werden.
Viel Transparenz der Abläufe in der Schule, die durch die Schulleitung und die einzelnen Lehrkräfte hergestellt wird, fördert das gegenseitige Verständnis füreinander und bildet Vertrauen.
Die Lehrkräfte arbeiten möglichst eng zusammen, indem sie sich über Stärken, Schwächen, Sorgen oder Freuden einzelner Kinder oder Klassen informieren. Sie entscheiden gemeinsam über die Beratung der Eltern.
Dies alles ist nur möglich, wenn alle Kolleginnen eine gemeinsame Gesprächsrunde bilden können, die bei Bedarf durch die Elternvertreter und Vertreterinnen, AG-Leiterinnen und Leiter oder Therapeutinnen und Therapeuten ergänzt wird.
4. Stärkung des Kindes

4a. Allgemeines

In einer sich schnell und drastisch verändernden Welt, in der es für Kinder zunehmend weniger Fixpunkte gibt, ist es zwingend notwendig die eigene innere Stärke des Kindes aufzubauen und zu bewahren. Nur ein starkes, selbstsicheres Kind vermag "nein" zu sagen, wenn es körperlich oder seelisch verletzt wird, wenn Versuchungen und Gruppendruck auf es einwirken. Stärke und Selbstsicherheit gehören dazu um sein eigenes Leben in der Hand zu behalten, Möglichkeiten zu nutzen und Krisen durchzustehen. Kann ein Kind seine Persönlichkeit entwickeln, seine Fähigkeiten entfalten und besitzt es genug Selbstvertrauen, dann sind Grundlagen gelegt, die zumindest eine gewisse Selbstbestimmung ermöglichen und die etwas Unabhängigkeit von wechselnden äußeren Einflüssen schaffen. Achtet das Kind sich selbst, ist es sich seiner eigenen Würde und seiner vielfältigen Fähigkeiten bewusst, hat es Freude am eigenen Vermögen und besitzt ein positives Selbstbild, so kann vielleicht nicht nur drohender Schaden abgewendet, sondern auch die Basis für ein erfülltes und glückliches Leben geschaffen werden.
 
4b. Geborgenheit

Wesentlich zur Stärkung des Kindes trägt unseres Erachtens bei, wenn sich ein Kind geborgen fühlt. Die Vermittlung des Gefühles von Geborgenheit ist für uns ein so zentrales Anliegen, so dass wir ihm ein eigenes Kapitel gewidmet haben (siehe Kapitel 3).

4c. Selbstständigkeit

Je selbstständiger und somit auch unabhängiger ein Kind ist, desto besser ist es den unterschiedlichsten Anforderungen gewachsen. Selbstständigkeit stärkt die Selbstsicherheit. Diese wiederum unterstützt das Gefühl gestellten Aufgaben gewachsen zu sein und schützt davor äußeren Einflüssen allzu schnell nachzugeben.
Wir versuchen die Selbstständigkeit des Kindes auf möglichst vielen Ebenen und durch sowohl pädagogische als auch methodische Maßnahmen in unserer Schule in besonderem Maße zu fördern. Dem liegt die Überzeugung zu Grunde, dass es sich um einen wesentlichen Aspekt der Erziehung handelt, hat aber auch Ursachen, die mit der Entwicklung unserer Schule in Verbindung stehen. Kleine Klassen und eine kleine Schule können einerseits die Gefahr der Überbehütung in sich bergen, andererseits erfordert der klassenstufenübergreifende Unterricht, der bei früheren niedrigen Klassenfrequenzen stattfand, einen hohen Grad der Selbstständigkeit des Kindes. 

In unserer Elternarbeit verdeutlichen wir unsere Auffassung. Schon zu Beginn des ersten Schuljahres erläutern wir unser Vorgehen und treffen Absprachen. Von Anfang an soll das Kind jede notwendige und leistbare Unterstützung und Hilfe von Eltern- und Lehrerseite aus bekommen, doch gleichzeitig soll die Eigenverantwortung des Kindes gefordert und gefördert werden. So ist zuerst das Kind unser Ansprechpartner bei unerledigten Hausaufgaben, bei Unordnung in Mappen, bei Streitigkeiten mit Klassenkameraden u.ä.. Eltern und Lehrer schaffen möglichst gute Bedingungen, helfen und unterstützen, doch nehmen wir dem Kind bei Aufgaben, die es selbstständig erfüllen kann, die Verantwortung nicht aus der Hand. Wir bringen ihm gemeinsam bei den Schulranzen zu packen, doch wir erledigen nicht seine Aufgaben, wir nehmen dem Kind nicht Dinge ab, die es schrittweise selbst leisten kann. Damit ist aber nicht gemeint, dass wir dem Kind Verantwortung für Entscheidungen aufladen, die es noch nicht selbst treffen kann.

Die Kinder übernehmen ihrem Alter und ihren Fertigkeiten angemessen Aufgaben in den Klassen und in der Schule. Ob Müllsortierung, Tafeldienst, Verantwortlichkeiten bei Aufführungen und Festen, jede Aufgabe, die übertragen wurde, wird ernst genommen und erfüllt einen praktischen Zweck, stellt aber vor allem einen Teil der Erziehung zur Selbstständigkeit dar. Wir streben an unseren Schulalltag und unsere Schulorganisation stets auch wieder neu zu überdenken und dabei besonders auf Tätigkeitsfelder für unsere Schüler zu achten, ihre Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung zu erweitern.

Kinder beim Tafeldienst


Im Unterricht bedenken wir bei der Wahl von Methoden, Arbeits- und Sozialformen, ob Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit auch in angemessenem Rahmen Berücksichtigung finden. Freiarbeit, Stationsunterricht, Wochenplan, Projekte und handlungsorientierter Unterricht haben deshalb ihren festen Platz in der Unterrichtsplanung und -durchführung.

Im Stationsunterricht

Partner- und Gruppenarbeit werden sukzessiv und kontinuierlich eingeübt und erweitert.
Ein sehr wichtiges Ziel ist für uns in diesem Zusammenhang unsere eigenen Kompetenzen stetig zu erweitern, nicht stehen zu bleiben, sondern uns durch Fortbildung und noch intensiveren Austausch im Team weiter zu entwickeln und neue Methoden anzuwenden.
Vielfältige und vielseitige Materialien werden von uns bereit gestellt, um die selbstständige Arbeit der Kinder zu ermöglichen und zu fördern.
                                                  
                                             Bei der Freiarbeit mit „Logico“

Wir möchten unser Material stetig erweitern und erneuern, so dass es den aktuellen Ansprüchen angemessen ist. Zunehmenden Wahrnehmungsschwächen möchten wir beispielsweise mit verstärkter Sinnesschulung und noch intensiverer Förderung der Fein- und Grobmotorik entgegenwirken. Dazu sind Anschaffungen und geeignete Fortbildung nötig.

4d. Flexible Stundenlängen

Stehen die Tätigkeiten der Schüler, ihr selbstständiges Arbeiten, ihre Lernprozesse und ihr Tempo im Vordergrund, so ergibt sich zwangsläufig auch eine Zeiteinteilung, die sich von dem 45-Minuten-Takt und der Schulklingel löst. Stundenlängen werden deshalb, soweit Aufsichtsführung u.ä. Verpflichtungen es zulassen, flexibel gestaltet, unsere Klingel ist abgestellt.
Die Kinder werden nicht ständig in ihrem Lernprozess unterbrochen. Ihre Art des Lernens und ihr Arbeitstempo werden respektiert und setzen im Ablauf eines Schulvormittags immer wieder Ausgangs- und Endpunkte unserer Arbeit. Unsere Absicht ist dabei auch dem Kind die nötige Sicherheit zu vermitteln und das Gefühl zu geben, dass seine Fähigkeiten und seine Leistungen die Abläufe in der Schule mitbestimmen. Ein hohes Maß an Fremdbestimmung führte zum Gegenteil dessen, was wir bewirken wollen. Ein Mensch, der von klein auf nur auf seine Umwelt reagieren muss und nicht agieren darf, dessen Tätigkeiten zumindest dem äußeren Anschein nach willkürlich angewiesen, unterbrochen und erneut angeordnet werden, der sein Tempo stets anderen anpassen und seine Gedanken und Gefühle "auf Knopfdruck" an- und ausschalten soll, hat mit Sicherheit größere Schwierigkeiten seine Selbstsicherheit und eigene Wertschätzung zu entwickeln und zu entfalten, als ein Mensch, der von Beginn an Achtung seiner Selbsttätigkeit erfährt und dessen Tempo und individuelle Vorgehensweise berücksichtigt werden. Er hat eine viel bessere Chance das Lernen als seine eigene Tätigkeit mit eigener Verantwortung zu erleben und zu begreifen.
Dass wir individuellen Unterschieden beim Lernen und auch divergierenden Anforderungen von Unterrichtsinhalten Rechnung tragen, bedeutet aber nicht, dass wir als Lehrende selbst keine Maßstäbe mehr setzen. Wir halten unsere Schüler dazu an in Arbeitsphasen wirklich zu arbeiten, Angefangenes zu Ende zu führen und möglichst realistisch gesetzte Ziele zu erreichen. Wir versuchen die Kinder aufmerksam zu beobachten und dabei langsameres Vorankommen von Trödeln zu unterscheiden.
Mit wachsenden Schülerzahlen, einer höheren Anzahl von Klassen und Lehrerinnen stellen die flexiblen Stundenlängen an uns immer größere Anforderungen in der Organisation und der Zusammenarbeit. Um weiterhin ohne Schulklingel und mit variablen Zeiten arbeiten zu können, werden wir immer öfter Absprachen treffen und als Team agieren müssen.

4e. Differenzierung

Die Berücksichtigung des Lerntempos allein genügt nicht, um der Individualität der Schüler Rechnung zu tragen und eine Stärkung des Ichs bei jedem Kind zu ermöglichen. Die Kinder besitzen bereits beim Eintritt in die Schule einen sehr unterschiedlichen Kenntnisstand. Sie unterscheiden sich im Sozialverhalten, in ihrer Wahrnehmung, in der Grob- und Feinmotorik und ihren intellektuellen Fähigkeiten.
Wir versuchen die Ausgangslage der einzelnen Kinder zu erfassen und sie entsprechend zu fördern. Aufgaben werden je nach Unterrichtsgegenstand und Streubreite der einzelnen Klassen so häufig, wie es möglich ist und auch sinnvoll erscheint, differenziert. Zusatzangebote für besonders schnelle und leistungsbereite Schüler stehen stets in Form von Lernspielen, Büchern, Thementischen, Versuchsmaterialien u.ä. bereit. Sie erhalten schwierigere und gegebenenfalls auch umfangreichere Aufgaben.
Kindern, die noch Probleme bei bestimmten Lerngegenständen haben, stellen wir vereinfachte und/oder verkürzte Aufgaben.
Bei differenzierenden Maßnahmen berücksichtigen wir nach Möglichkeit aber nicht allein oder ausschließlich die kognitiven Fähigkeiten, sondern auch den Entwicklungsstand in anderen Bereichen. Für manche Kinder sind beispielsweise in der ersten und zweiten Klasse grob- und feinmotorische Übungen besonders wichtig, für andere sind es auditives Training oder Sensibilisierung des Tastsinnes. Deshalb kann in einer Unterrichtsstunde das Aufgabenangebot bzw. können die Pflichtaufgaben z.B. von Kneten und Seilspringen über das Ordnen von Anlautbildern und das Ertasten von Buchstaben bis hin zu Leseübungen auf Arbeitsbögen reichen. Hinzu kommt die Differenzierung bei der Wahl der Sozialform. Kinder mit gut entwickelten sozialen Fähigkeiten können oft bereits in der ersten Klasse Aufgaben in Gruppenarbeit lösen und so ihre Kompetenzen erweitern, andere müssen lernen allein konzentriert oder mit einem Partner zu arbeiten.
Viele Formen der Differenzierung finden im traditionellen, eher gebundenen Unterricht ihren Platz genauso wie im geöffneten und/oder projektorientiertem Unterricht. Manche Formen der Differenzierung sind aber beispielsweise im Stationsunterricht besser ein- und umzusetzen. Welche Unterrichtsform wir wählen, hängt von vielen Faktoren wie dem Lerninhalt, der Klasse, der Ökonomie der Methoden u.a. ab.

Dem individuellen Leistungs- und Entwicklungsstand des Kindes können wir uns dabei aber immer nur annähern. Jedem Kind jeden Tag in jeder Facette seiner Persönlichkeit gerecht zu werden, käme der Quadratur des Kreises gleich. Abgesehen davon, dass wir als Lehrkräfte unsere eigenen Grenzen der Belastbarkeit einhalten müssen, wollen wir auch nicht übersehen, dass sich eine Schule von der Lebenswirklichkeit nicht zu weit entfernen sollte. Wir wollen die Kinder stärken, damit sie in dieser Welt zurechtkommen, und nicht so verhätscheln, dass sie sich bei den geringsten Anforderungen überfordert fühlen und in einer egozentrischen Weltsicht verharren.
Differenzierung heißt für uns fördern und fordern. Sie soll zu größeren individuellen Lernfortschritten in möglichst vielen Bereichen, auch der Teamfähigkeit, führen.
Die Gefahren, die von einer steten Überforderung ausgehen, sind groß. Doch auch Unterforderung hat negative Folgen. Kinder haben große Freude an ihrer eigenen Leistungsfähigkeit. Wenn sie nicht zeigen dürfen, was sie können, wenn sie das Gefühl haben, wir trauten ihnen keine großen Leistungen zu, dann reagieren sie niedergeschlagen, betroffen und enttäuscht. Oft langweilen sie sich und verlieren die Lust am Lernen. Die Differenzierung darf deshalb nie nur als Instrument betrachtet werden, mit dem wir Leistungsschwächen aufzufangen versuchen. Leistungsstarke Kinder haben genauso wie leistungsschwächere Kinder ein Recht auf ein angemessenes Angebot. Die Angemessenheit der gestellten Aufgaben möchten wir auch bei Schülern, die Lernschwierigkeiten haben, nicht aus den Augen verlieren. Die von uns für sie gesetzten Ziele sollen erreichbar, aber nicht unbedingt und immer  l e i c h t  erreichbar sein. Wir trauen ihnen Leistungen zu und wir erwarten von ihnen Anstrengungsbereitschaft, die wir fordern und fördern. Uns ist wichtig, dass differenzierende Maßnahmen, die wir ergreifen, die Kinder stärken, sie leistungsfähiger und selbstsicherer werden lassen.
Mit dem Einsatz von Computern im Unterricht werden die Möglichkeiten der Differenzierung in starkem Maße vergrößert.

             
Schülerinnen bei der Arbeit mit dem Lernprogramm „Karolus“
4f. Fördermaßnahmen

Viele unserer Aussagen zur Differenzierung sind auf den Bereich der Fördermaßnahmen übertragbar.
Auch Formen der äußeren Differenzierung sollen unsere Schüler aufbauen und stärken. Ihre Motivation soll erhalten bleiben bzw. neu entfacht werden. Hier kann auch jahrgangsüber-
greifend unterrichtet werden.
Wir versuchen unsere Förderung so zu gestalten, dass sie Abwechslung bietet. Die Achtung der individuellen Leistung ist für uns ein wesentlicher Punkt. Durch die enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte gelingt es uns bei ausreichender Stundenzuweisung durch die Schulbehörde  Kinder auch kurzfristig in eine Fördermaßnahme einzubeziehen. Ein sich abzeichnender Abwärtstrend in der Leistung kann so in manchen Fällen recht schnell abgefangen werden. Es ist uns möglich, ein Kind an einer Fördermaßnahme mitten im Schuljahr und beispielsweise nur für ein paar Wochen teilnehmen zu lassen. Das rechtzeitige Reagieren auf Lerndefizite und recht viele Erfolge innerhalb kurzer Zeit schaffen für die Förderstunden bei Kindern und Eltern eine große Akzeptanz. Manche Kinder nehmen an ihnen freiwillig und aus Spaß, nicht aus Notwendigkeit teil.
Die flexible, unkomplizierte und unbürokratische Teilnahme an den Förderstunden und somit auch Zusammensetzung der Fördergruppen möchten wir versuchen trotz steigender Schülerzahlen zu erhalten. Möglich wird dies aber nur unter bestimmten Voraussetzungen sein, zu denen u.a. die Lehrerstunden, die Ausstattung der Räume mit Computern und dazugehöriger Software und attraktives, methodisch gut aufgebautes Fördermaterial gehören.
Wenn es möglich ist, integrieren wir lernbehinderte und verhaltensauffällige Schüler innerhalb unserer Klassen und unserer Schule. Die Entscheidung über die Möglichkeit der Integration wird in jedem einzelnen Fall neu überdacht und unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten entschieden.
Die räumlichen und personellen Bedingungen unserer kleinen Schule sind für die Integration mancher Kinder hinderlich. Nur ein Klassenraum verfügt über einen zusätzlichen Gruppenraum. Phasen kurzfristiger äußerer Differenzierung sind in den meisten Räumen nicht umsetzbar. Die "stille Ecke" zum Zurückziehen bietet kaum einer unserer Klassenräume. Räume, in die wir ausweichen könnten, gibt es nicht. Die Stunden für einen sonderpädagogischen Förderbedarf können wir meist auf Grund der niedrigen Zahlen nicht bündeln. Kommt ein Kind mit diesen begrenzten Förderungsmöglichkeiten nach unserer Beobachtung aus, so können wir es integrieren.

4g. Arbeitsgemeinschaften

Einen weiteren Weg, die unterschiedlichen Begabungen, die Entscheidungsfähigkeit sowie das Durchhaltevermögen unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern, sehen wir in dem Angebot von Arbeitsgemeinschaften. Sie sind in unseren Schulalltag integriert und werden auf Grund der geringen Lehrerzahl hauptsächlich von Eltern geleitet. Die Schülerinnen und Schüler können frei wählen, an welcher AG sie für einen durch die AG-Leitung festgelegten Zeitraum teilnehmen möchten. Meist sind die Gruppen aus Kindern einer Klassenstufe zusammengesetzt, teilweise werden jedoch auch jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaften angeboten (z.B. Fußball).
Durch das Angebot von AGs haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, zusätzlich zum regulären Unterricht etwas zu erlernen, das sie wirklich gern erlernen wollen. Sie können ihre Fähigkeiten entfalten, Begabungen entdecken und besondere Interessen entwickeln. Eigene Motivation und neue Erfolgserlebnisse beleben zudem den Schulalltag und bestärken unsere Schülerinnen und Schüler in dem Gefühl: Ich kann etwas. Ich lerne. Ich tue etwas gern.
Ohne die Mithilfe von einsatzfreudigen und engagierten Eltern und Freunden unserer Schule wäre dieser Weg der Förderung kaum zu verwirklichen. Glücklicherweise geht dieses Engagement nicht zurück.
So haben wir zurzeit über 10 verschiedene Arbeitsgemeinschaften:
Herr Saß, Frau Pareigis und Herr Bracker bieten Fußball für Kinder der 4. Klasse an. Auch in der 2. und 3. Klasse gibt es eine Fußball-AG, die von Frau Prahm geleitet wird.
Herr Pankratz, Herr Borgwardt und Herr Roy stellen tolle Holzarbeiten mit Kindern der 3. und 4. Klasse in ihren Werk-AGs her.
Frau Timm bietet in der 3. Klasse eine Lese-AG an.
Regelmäßig kommt des Weiteren Herr Niemann zu uns an die Schule, um den Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen die plattdeutsche Sprache näher zu bringen.    

 


Werk-AG mit Herrn Roy
 

Plattdeutsch mit Herrn Niemann
4h. Toleranz

Die Erziehung zur Toleranz ist ein Ziel, dem wir uns sehr intensiv widmen. Wir versuchen Intoleranz den Boden zu entziehen, indem wir unsere Schüler eine Fremdsprache lehren, sie andere Kulturen, Religionen, Sitten und Gebräuche im Unterricht, bei Vorhaben und Festen kennen lernen lassen und Sozialerziehung bei uns einen sehr großen Raum einnimmt. Das Bestreben die Kinder zu stärken, sie selbstsicher, unabhängig, einfühlsam, vielseitig befähigt werden zu lassen und mit solidem Wissen auszustatten, entspringt letztendlich gewiss auch der Hoffnung, dass Menschen, die viel wissen, selbstbewusst und sensibel sind, eigentlich zwangsläufig Toleranz entwickeln müssten. Doch wenn man seine Erfahrungen mit Menschen hinsichtlich dessen betrachtet, stellt man oft genug mit Entsetzen fest, dass sich Intoleranz scheinbar auf jedwedem Nährboden entwickelt. Hinterfragt man sein eigenes Denken und Fühlen kritisch entdeckt man so viele Vorurteile, so viele Einstellungen, die von Intoleranz zeugen, dass man sich die Frage stellen könnte, ob man selbst denn für die Erziehung zur Toleranz geeignet sei. Wer glaubt, dass er selbst und sein Kollegium davon auszunehmen sei, sollte einmal über einen längeren Zeitraum Gespräche, vor allem auch seine eigenen Äußerungen und Gedanken unter diesem Blickwinkel kritisch durchleuchten. Wenn wir Toleranz lehren wollen, müssen wir lebenslang auch selbst Toleranz lernen. Deshalb ist für uns wichtig, dass wir auch immer weiter an uns selbst arbeiten und Toleranz nicht nur ein Thema für die nächste Religionsstunde ist.

 

4i. Stilleübungen

Stilleübungen, die den Kindern helfen zur Ruhe zu kommen, ihre Sinne für Wahrnehmung zu öffnen, sind ein fester Bestandteil unseres Unterrichts. Sie sind ein Teil unseres Repertoires, um die Schüler zu stärken, ihre Fähigkeiten und ihre Möglichkeiten zu erweitern.
Die Reizüberflutung, der die Kinder heute ausgesetzt sind, ist immens. Wahrnehmungsschwächen und Hyperaktivität sind, worauf sie auch zurückzuführen sein mögen, keine Einzelerscheinungen mehr, sondern sind bei bis zu einem Fünftel der Kinder zu beobachten. Wenn die Kinder im Unterricht unruhig und unkonzentriert sind, stehen sie sich selbst im Weg. Sie können sich einem Gegenstand nicht intensiv widmen, ihre Gedanken schweifen ständig ab. Es ist wichtig ihnen immer wieder im Laufe des Unterrichts die Möglichkeit zu geben sich zu sammeln.
Beim Lehren alle Sinne anzusprechen, über vielfältige Erfahrungen Lernen zu ermöglichen, kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Kinder ihre Sinne und ihren Körper einzusetzen vermögen. Stilleübungen, wie etwa H. Geilen sie gesammelt und vorgestellt hat, dienen zur Sensibilisierung, zur Vorbereitung und Öffnung der Sinne.
Wir möchten Stilleübungen in Zukunft noch öfter einsetzen.
 

 

Stilleübung

4j. Rituale

Viele Kinder erleben heute immer weniger regelmäßige Abläufe. Der Arbeitsalltag, der von den Erwachsenen zunehmend größere Flexibilität und Mobilität fordert, kennzeichnet auch den Alltag der Kinder. Wenn die Eltern stark wechselnde Arbeitszeiten haben, wenn sie früher zur Arbeit fahren müssen und später zurückkehren etc., dann wirkt sich dies auch direkt auf die Kinder aus. Gemeinsame Mahlzeiten zu täglich gleichen Zeiten beispielsweise sind mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel. Geplante Tagesabläufe müssen häufig kurzfristig völlig verändert werden. Für Rituale im Tagesablauf, in der Woche oder in größeren Zeiträumen und bei besonderen Anlässen bleibt oft keine Zeit. Von Erwachsenen wird Traditionelles und Gleichbleibendes oft auch als langweilig und spießig empfunden. Für Kinder jedoch haben ein rhythmisierter Tagesablauf und gleichbleibende Rituale eine ganz andere Bedeutung. Sie sind selten aktiver Gestalter ihres Tages, sie sind den Abläufen passiv ausgesetzt. Oft bleibt ihnen bei kurzfristigen Änderungen keinerlei Zeit sich auf die Veränderungen einzustellen. Bei vielen Kindern entsteht Unsicherheit, Unruhe und Orientierungslosigkeit.
Für Geburtstage, für Weihnachtsfeste und andere Feiern versuchen wir Rituale zu finden, die den Kindern gefallen und ihr Gemeinschaftsgefühl stärken. Sie sollen sich darauf einstellen, was auf sie zukommt, und den Ablauf nach Möglichkeit genießen können. Das heißt nicht, dass wir nicht auch neue Ideen aufnehmen und umsetzen. Wir versuchen dabei nur behutsam vorzugehen und den Ablauf für die Kinder transparent zu gestalten. Auch in diesen Bereichen wiederholen wir Eingeübtes, so dass die Kinder möglichst viel selbst tun können.
Der Wechsel der Jahreszeiten wird durch Unterrichtsinhalte, Feste, die Dekoration der Schule und besonders dafür vorgesehener Tische in den Klassenräumen veranschaulicht und begreifbar.
Es gibt auch Rituale für den Unterrichtsbeginn und -schluss, wobei hier natürlich auch in der Schule öfter einmal geplante und auch ungeplante Änderungen eintreten. Auch soll bewusst gewählte Abwechslung verhindern, dass aus beliebten Ritualen einschläfernde Routine wird.

4k. Anti-Suchtprogramme

Die Durchführung von Anti-Sucht-Programmen stellt einen weiteren Aspekt unserer Arbeit dar. Steigende Zahlen von Abhängigen, vermehrte und verstärkte Suchtgefahren und das zunehmende Wissen über die Wege in die Sucht reichten hier als Begründung allein schon aus. Wichtig für uns ist die Stärkung des Ichs und der Persönlichkeit des Kindes, um so ihre Chancen auf ein gesundes und bewusstes Leben zu vergrößern.
Besondere Bedeutung haben aus diesen Gründen für uns Programme und Übungen, die von einem ganzheitlichen Ansatz ausgehen, wie z.B. die schon genannten Stilleübungen, das IGEL-Projekt ("Fit fürs Leben"), Übungen zur Entspannung und Stressbewältigung bei Kindern u.a. Diese setzen wir verstärkt im Unterrichtsalltag ein.
Zudem ist es uns nun bereits seit einigen Jahren gelungen, durch die Hilfe großzügiger Sponsoren das Projekt „Klasse2000“ in den einzelnen Klassenstufen unserer Schule  durchzuführen. Klasse2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Es begleitet Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse, um ihre Gesundheits- und Lebenskompetenzen frühzeitig und kontinuierlich zu stärken. Dabei setzt es auf die Zusammenarbeit von Lehrkräften und externen Klasse2000-Gesundheitsförderern.
Klasse2000 fördert die positive Einstellung der Kinder zur Gesundheit und vermittelt Wissen über den Körper.
Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannung sind ebenso wichtige Bausteine von Klasse2000 wie der Umgang mit Gefühlen und Stress, Strategien zur Problem- und Konfliktlösung. So unterstützt Klasse2000 die Kinder dabei, ihr Leben ohne Suchtmittel, Gewalt und gesundheitsschädigendes Verhalten zu meistern.

                      
4l. Grenzen

Auf den ersten Blick mag es widersprüchlich klingen, wenn man behauptet, dass es notwendig ist Grenzen zu setzen, um die Persönlichkeit zu stärken. Doch nicht erst seit Rogges Veröffentlichung ("Kinder brauchen Grenzen") ist vielen Erziehenden klar, dass Kinder bei Eltern, Erziehern und Lehrern Geborgenheit und Sicherheit suchen. Wir sollen ihnen zeigen, wie weit sie gehen dürfen. Begründete Regeln und Konsequenzen bei dem Verstoß gegen sie wird von den Kindern nicht in jedem Fall einseitig als Einschränkung ihrer Freiheit, sondern sehr wohl auch als Sorge um ihr Wohlergehen empfunden. Reagieren wir nicht auf unangemessene Verhaltensweisen, haben Kinder oft den Eindruck sie seien uns gleichgültig und wir schenkten ihnen keine Aufmerksamkeit. Es verschafft Sicherheit zu wissen, dass der Erwachsene "stärker" ist. Es schafft Verlässlichkeit. Lassen wir uns zu leicht manipulieren, sind wir schnell unsicher im "ja" und "nein", dann werden Maßstäbe und Orientierung rasch gegenstandslos. Der Boden, auf dem man sich bewegt, wird unsicher. Grenzen, Gesetze, Regeln sollen am Ende des jeweiligen Lernprozesses aus Einsicht eingehalten werden, ein Rechts- bzw. Unrechtsempfinden soll sich entwickeln. Bis zu diesem Punkt jedoch sind wir es und die Konsequenz, die wir zeigen, die einem Kind die Orientierung geben, während es Recht von Unrecht zu unterscheiden lernt.

5.  Schule in der Gemeinde

 

Die Schule versteht sich als Mittelpunkt der Gemeinde. Sie möchte durch gezielte Aktivitäten das Leben in der Gemeinde mitgestalten und so über die Schule und die Dörfergrenzen hinaus das Zusammengehörigkeitsgefühl aller stärken.
So hat es sich die Schule zu ihrer Aufgabe gemacht, die die Kinder betreffenden traditionellen Feste und Veranstaltungen in der Gemeinde als etwas Wertvolles zu pflegen und entsprechend zu feiern.
Der Höhepunkt ist hierbei das Vogelschießen. Da die Gestaltung des Festes (Spiel, Umzug, Kindertanz...) von der Schule ausgehen, sind alle Dörfer der Gemeinde einbezogen und jeder Bewohner ist zum Mitmachen eingeladen. Selbst wer keine schulpflichtigen Kinder hat, kann zur Gestaltung des Festes beitragen und daran teilnehmen. Über die finanzielle Beteiligung (Sammlung / Geschenke für die Schulkinder) hinaus bieten die gemeinsamen Spiele und die Darbietungen der Schüler sowie der Festzug und der abschließende Erwachsenentanz jedem Gelegenheit mitzumachen.
Ein Fest in diesem Umfang lässt sich nur mit der Unterstützung vieler Eltern und sonstiger Gemeindemitglieder (Feuerwehr) durchführen. Dieses verantwortliche Miteinander von Schülern. Eltern, übrigen Helfern und Kollegium lässt deutlich werden, wie sehr jeder Einzelne zum Gelingen des Festes beiträgt und schafft Nähe und Verbundenheit.
Den Eltern / Familien, die neu in der Gemeinde sind, bietet ein solches Fest die Möglichkeit, den Kontakt zur Schule und Bevölkerung leichter aufzunehmen und zu finden.


Königspaar beim Vogelschießen
Eine weitere Aktion, bei der die Schüler ihr Verantwortlichkeitsgefühl für die Gemeinde zum Ausdruck bringen möchten, ist das herbstliche Krokusse-Pflanzen. Dabei übernehmen es die Schülerinnen und Schüler klassenweise, in jedem Dorf der Gemeinde einen markanten Platz mit Krokussen zu bepflanzen. So erleben sie ganz bewusst, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, das Dorf zu verschönern und so für die Gestaltung seiner Umgebung / Umwelt Verantwortung zu übernehmen.

        

                   Eltern und Kinder bei der Krokuspflanzaktion

        

6. Schule und Eltern

Die gute Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern gehört zu den Stärken unserer Schule. Dies ergab sich auch eindeutig bei Befragungen der Elternschaft. Bei der Auswertung der Erhebungen ergab sich ein sehr positives Gesamtbild. Besonders hervorgehoben wurde von den Eltern der gute und enge Kontakt zu den Lehrkräften.  Dieser soll trotz steigender Schülerzahlen und der damit verbundenen Gefahr zunehmender Anonymität weiterhin gepflegt und gefördert werden.
Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist es den Eltern durch umfassende Information – sei es durch Elternabende, Elternbriefe oder Gespräche – Einblicke in unsere Arbeit zu geben. Die Lehrkräfte möchten durch möglichst viel Transparenz eine Atmosphäre schaffen, die Vertrauen und Offenheit zulässt. Dieses Klima sollte es den Eltern leicht machen den Kontakt zur Schule zu pflegen und so auch das Einzelgespräch mit den Lehrern als etwas Positives zu sehen und wahrzunehmen.
Nur auf der Basis der gegenseitigen Verständigung und guten Zusammenarbeit ist eine so aktive Elternarbeit, wie wir sie erfahren, möglich. Die Eltern unterstützen uns bei vielen schulischen Aktivitäten, die ohne ihre Hilfe kaum durchzuführen wären. Ihre Mitarbeit im Unterricht (Hilfe bei differenzierten Lesegruppen, Stationsarbeiten, Projekten, Basteln, Töpfern, Backen, Kochen) ist sehr hilfreich und vor allem in den großen Klassen unentbehrlich. Bei besonderen Vorhaben wie Ausflügen, Sportfesten, Waldspielen oder der Krokus-Pflanzaktion können wir auf die Mithilfe der Eltern nicht verzichten. Nur ihre Bereitschaft bei Ausflügen den Transport der Kinder zu übernehmen, machen die große Anzahl unserer Unternehmungen möglich. Ebenso sind es Eltern, Großeltern oder andere der Schule nahestehende Personen aus der Gemeinde, die auf freiwilliger Basis Arbeitsgemeinschaften (z.B. Plattdeutsch, Töpfern, Fußball, Textiles Werken, Kochen) anbieten und mit diesem erweiterten Lernangebot unsere Arbeit wesentlich bereichern.
Die Durchführung unserer Feste, sei es das traditionsreiche, mit großem Aufwand verbundene Vogelschießen oder die Weihnachtsfeier wären ohne die Mitarbeit zahlreicher Eltern nicht durchzuführen.

7. Umwelt und Schule

 

Unsere Schule liegt in einem ruhigen Dorf, umgeben von einem naturbelassenen Schulhof mit vielfältigem Baumbewuchs, u.a. mit Walnuss, Linde, Birke, Ahorn, Kastanie, Eiche und Kirsche, einer Streuobstwiese sowie einem Schulteich mit Waldbewuchs an den Ufern. Dieser Teich ist Laichplatz für Frösche, deren Nachkommen als junge Frösche bis auf den Schulhof hüpfen. Am Teich kann man regelmäßig einen Fischreiher und sogar einen Eisvogel beobachten. Nahe der Schule befinden sich außerdem seit langem ein bewohntes Storchennest und die zweitälteste Linde in Schleswig-Holstein.
Diese idealen Voraussetzungen geben den Schulkindern und uns die Möglichkeit, Schule als Lern-, Lebens- und Handlungsraum zu erleben und zu erfahren. Mit großem Interesse nehmen die Kinder an der Entwicklung der Frösche und am Leben im Storchennest teil. Darüber hinaus versuchen wir Lehrkräfte, den Kindern unsere unmittelbare Natur auf Ausflügen und auf Klassenfahrten nahe zu bringen, die Natur zu entdecken und zu erfahren und nicht nur im Klassenraum darüber zu sprechen. Denn nur durch ein umfassendes Naturwissen kann Achtung für die Natur und ein Umweltbewusstsein in der kommenden Generation aufgebaut werden.


Schulteich mit Schulwald

7a. Müllvermeidung

Unser wichtigstes Ziel ist im Sinne eines positiven Umweltbewusstseins die Vermeidung von Abfall. Auf den ersten Elternabenden bitten wir daher die Eltern ihren Kindern eine eigene Trinkflasche und Brotdose für das Frühstück in der Schule zu besorgen. So können wir Mengen von Flaschen, Aluminiumfolie und anderem Verpackungsmaterial vermeiden. 
Außerdem verzichten wir im allgemeinen Unterricht auf den Gebrauch von Filzstiften.

 

7b. Müll sortieren

 

Jede Woche ist im Wechsel eine Klasse für das Sammeln von unachtsam weggeworfenem Papier, Flaschen und sonstigen Abfällen auf dem Schulhof zuständig.
Bereits ab der 1.Klasse werden die Kinder angeleitet, Abfall in der Klasse zu sortieren. Dazu stehen in jedem Klassenraum je ein Eimer für Altpapier und Restmüll zur Verfügung. Für Kunststoffe steht ein „gelber Sack“, für Altbatterien ein grüner Container und für Biomüll eine kleine Tonne im Eingangsbereich bereit.
Das Altpapier wird wöchentlich von den Schülerinnen und Schülern aus allen Klassenräumen und dem Lehrerzimmer abgeholt und in der Papiertonne entsorgt.

7c. Schulteich und Schulwald

 

Unser Schulteich ist in jeder Jahreszeit ein interessanter Lernort.
Hier werden je nach Klassenstufe das Teichwasser untersucht, die Entwicklung des Frosches beobachtet, Teichpflanzen entdeckt und benannt, Bäume in allen Jahreszeiten bestimmt, Vögel beobachtet, Schnecken, Käfer, Larven gefunden und beobachtet und vieles mehr. 

 

 

Immer wieder nehmen unsere Schulkinder Anstoß an der Verschmutzung dieses Biotops. Bislang haben wir noch keine Maßnahme gefunden, wie dieser für alle Bürger zugängliche Bereich sauber gehalten werden kann.

Ein kleines Waldklassenzimmer bereichert den umliegenden Schulwald, der von Schülern, ihren Eltern und Lehrerinnen vor mehreren Jahren gepflanzt wurde.
Im Sommer werden das Waldklassenzimmer und die Baumstümpfe auf dem Schulhof auch zum Aufenthaltsort für Deutsch-, Mathematik-, Kunst- oder Religionsstunden genutzt.


7d. Ausflüge

Unsere Ausflüge richten wir gerne so aus, dass sie den Schulkindern kulturelle Erlebnisse verschaffen, wie zum Beispiel durch den Besuch des Weihnachtstheaters in Kiel oder der Freilichtbühne in Lübeck oder dass sie mit den Themen des Heimat- und Sachunterrichts sowie anderer Fächer verbunden sind. Zum Beispiel wird im Rahmen der Unterrichtseinheit   „Die Fledermaus“ das Segeberger Fledermausmuseum „Noctalis“ besucht. Beim Thema „Wasser“ kann eine Wanderung an die Störquelle unternommen und/oder das Wasserwerk in Neumünster besichtigt werden. Zur Vertiefung der Unterrichtseinheit „Sterne und Planeten“ fahren die Klassen häufig in den Mediendom nach Kiel.
Seitdem die Gemeinde einen Vertrag mit dem Gemeindeunfallverband hat, wodurch die Eltern abgesichert sind, wenn sie die Schulkinder mit einem Arbeitsauftrag im Rahmen des Unterrichts in ihrem PKW transportieren, haben wir sehr viel mehr Möglichkeiten, den Kindern auch andere Naturräume oder kulturelle Ereignisse nahe zu bringen. Wir beziehen die Eltern, die die Kinder fahren, in unsere Arbeit mit ein, z. B. übernehmen sie die Betreuung von Schulkindern während des Ausfluges und bereiten ein gemeinsames Essen vor. Durch diese Einbindung bekommen die Eltern einen besseren Einblick in die Arbeit der Lehrkräfte und können so ein anderes Verständnis für unsere Schule, die Schulklasse und die Unterrichtsarbeit aufbauen. Dieses intensive Miteinander ist eine gute Basis für die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.
Wir versuchen unsere Schulkinder Erlebnisse und Freuden erfahren zu lassen, die keinen Konsumgedanken beinhalten.
Ab der 1. Klasse besuchen wir den Wildpark Eekholt oder den Erlebniswald Trappenkamp, der den Schulen folgende Angebote macht:

  1. Von Blatt und Borke
  2. Architekten des Waldes – Die Wohnungen der Tiere
  3. Vogelhochzeit
  4. Der unterirdische Wald
  5. Waldbasteln
  6. Hammerstark – Werkeln im Erlebniswald
  7. Der kleinste Wald der Welt
  8. Die Waldweihnacht
  9. und vieles mehr…

 

Hier lernen die Kinder wie auch am Schulteich und auf Wandertagen mit sehr viel Freude durch das Erlebnis durch und mit der Natur.

 

     
Ausflug auf den Bauernhof von Klaus Vollstedt in Willingrade
     

8. Pausen

 

Pausen können nur dann sinnvoll sein und der Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit dienen, wenn sich ihre Gestaltungsmöglichkeiten an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder orientieren und wir positive Rahmenbedingungen schaffen.

 

8a. Pausenzeiten

Die Klingel im Schulgebäude haben wir abgestellt; die unterrichtende Lehrkraft entscheidet, wann es jeweils sinnvoll ist, die Schulkinder in die Pause zu schicken. Ist eine Klasse mit Eifer bei einem Thema, kann sich die Pause verzögern. Wiederum kann es sinnvoll sein, eine Unterrichtsstunde vorzeitig zu beenden, wenn ein Thema abgeschlossen ist. Nach der Pause ruft die aufsichtsführende Lehrkraft die Schulkinder vom Schulhof herein.

 

8b. Pausengestaltung

 

Unsere Schulkinder können wählen, ob sie sich im Gebäude oder auf dem Schulhof erholen möchten. So muss die Aufsicht zwischen Schulhof und Schulgebäude wandern. Am Ende der Pause werden die Klassen 1 und 2 auf den nahenden Unterrichtsbeginn aufmerksam gemacht, damit aufgeräumt wird. In den höheren Klassen reicht es, dass die Schulkinder durch die hereinkommenden Schüler mitbekommen, dass die Pause beendet ist.
Die aufsichtsführende Lehrkraft achtet bei der Beendigung der Pause darauf, ob ein Großteil der Kinder noch im intensiven Spiel ist.
Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Rasen auf der Streuobstwiese soeben gemäht ist und nun viele Kinder aus allen Klassen gemeinsam sich „ Häuser“ aus der Grasmahd bauen oder im Winter, wenn sich die Kinder Schneemänner oder Iglus bauen. Durch diese offene Regelung, bei der kein intensives Spiel abrupt abgebrochen wird, sehen wir einen größeren Erholungswert für die Schulkinder als bei einer starren Einteilung von Unterrichtsstunde und Pause.
Selbstverständlich bedarf eine lockere Stunden- und Pausenbeendigung, wie wir sie handhaben, eine ständige Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen. Keiner soll durch die Entscheidung der Pausenaufsicht in seiner Unterrichtsplanung beeinträchtigt werden, das Arbeitspensum muss eingehalten werden können.

 

8c.  Pause auf dem Schulhof

Unser Schulhof bietet den Schulkindern viele Anreize, sich auf unterschiedlichste Weise zu entspannen.
Die großen Sandkisten, die Schaukeln und Rutschen, Turnstangen und der Bereich mit den Baumstümpfen werden in jeder Pause so intensiv wie die Möglichkeiten zu Mannschaftsspielen mit dem Ball genutzt.

 


Spaß an den Turnstangen

 

Hierzu stehen neben den Basketballkörben die beiden Fußballfelder zur Verfügung. Mit großer Begeisterung wird besonders das 2008 errichtete DFB-Mini-Fußballfeld zum Spielen genutzt.

       


Außerdem stehen Stelzen, Pedalos, Bälle und Springseile bereit, die ebenfalls ständig in Benutzung sind.
                                                   Anlehnen, aufsteigen und los
Auch die neuen Spielgeräte wie der Spielturm mit Kletterwand und Röhre, der Wackelbalken oder der Kletterturm werden viel und gerne zum Spielen genutzt. Der Kauf dieser Geräte wurde durch die Initiative der Hosenmatzen und deren Spendengelder sowie durch einen Zuschuss aus der Gemeindekasse ermöglicht. Im Sommer 2007 halfen viele fleißige Väter und Mütter beim Errichten des neuen Spielplatzes auf dem Schulhof mit.

          
                                                                                                                                                                        So wie die Aufsicht während der Pause auf Ruhe im Schulgebäude achtet, so wird auf dem Schulhof darauf geachtet, dass die Schulkinder friedlich miteinander spielen. Bei Streitereien, die die Kinder nicht selbst beenden können, schlichtet die Aufsicht, damit die Schulkinder möglichst entspannt den folgenden Unterricht beginnen können.

 

8d. Pause in den Klassenräumen

Während es für den größten Teil unserer Schulkinder ein Bedürfnis ist, sich nach den Unterrichtsstunden bewegen zu können und auch laut sein zu dürfen, gibt es aber auch Kinder, die ganz im Gegensatz dazu ihre Entspannung in der Stille und Ruhe suchen und finden. Sie bleiben gerne im Klassenraum, wo sie sich geborgen fühlen und ganz in Ruhe einer Betätigung nachgehen können wie Lesen, Malen, Puzzle legen, etwas basteln, häkeln, weben oder miteinander ein Spiel spielen, Kasperletheater spielen oder mit Bausteinen bauen.

Das funktioniert nur, wenn die Ruhe von niemandem gestört wird und die Pausenregeln sehr genau eingehalten werden.

Eine weitere Voraussetzung ist auch die pausengerechte Gestaltung der Klassenräume. In jeder Klasse gibt es ein vielfaches Angebot an Büchern, Spielen, Arbeits- und Bastelmaterial. Außerdem sind die Räume so gestaltet, dass sie eine positive Atmosphäre ausstrahlen, die Geborgenheit vermittelt und Identifikationskraft hat, das heißt, dass die Kinder ihren Klassenraum als „ Privatbesitz“ empfinden, in dem sie in der Pause gerne das Hausrecht ausüben wollen. Dennoch sind die Räume für Kinder aus anderen Klassen offen. Natürlich müssen sich die Besucher an die Regeln halten und dürfen ihr Gastrecht nicht missbrauchen.
Die Schulkinder müssen lernen, auch in Abwesenheit der Lehrkraft verantwortungsvoll mit den Spielen und Materialien umzugehen sowie den zeitlichen Rahmen einzuhalten, d.h. nicht erst wegzuräumen, wenn der Unterricht beginnt. Ein solches Pausenverhalten muss in den Anfangsklassen geübt werden. Die Kinder müssen z. B. mit dem Spielangebot vertraut sein und genau wissen, welche Spiele sich für die Pause eignen. Deshalb liegt es auch in der Verantwortung der Klassenlehrerin zu entscheiden, inwieweit die jeweilige Klasse oder einzelne Kinder das Pausenangebot nutzen. Ebenso wird die Klassenlehrerin daran denken, dass auch „die Drinnenbleiber“ frische Luft brauchen und entsprechende Vereinbarungen treffen.

 

 

  1. Förderkonzept

Aufgabe und Ziel der Grundschule ist es, jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen durch differenzierenden Unterricht und ein anregungsreiches Schulleben im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung, die sozialen Verhaltensweisen sowie die kognitiven und praktischen Fähigkeiten bestmöglich, umfassend und nachhaltig zu fördern und zu fordern.

Um dieser Aufgabenstellung gerecht zu werden, ist uns bei unserer Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern die Förderung folgender Bereiche wichtig:

  1. Ich-Stärke
  2. Selbstständigkeit
  3. Sozialkompetenz
  4. Lern- und Leistungsfähigkeit
  5. Lesekompetenz
  6. Wahrnehmung
  7. Bewegung
  8. Gesunde Ernährung
  9. Umweltbewusstsein

 

a )  Ich-Stärke

Für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ist die Stärkung seines Ichs von entscheidender Bedeutung.
Ein positives Selbstbild ist die Voraussetzung für die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten.
Nur so kann es den vielfältigen Anforderungen des Alltags gewachsen sein und auch mit Niederlagen und Frustrationen angemessen umgehen.

In Kapitel 3 (Geborgenheit) und 4 (Stärkung des Kindes) unseres Schulprogrammes wird deutlich, wie wir diesen Bereich an unserer Schule fördern.

 

  1. Selbstständigkeit

 

Selbstständigkeit stärkt die Selbstsicherheit und die Unabhängigkeit eines Kindes.

In Kaptitel 3 c (Sozialformen im Unterricht) und 4c (Selbstständigkeit) unseres Schulprogrammes wird deutlich, wie wir diesen Bereich an unserer Schule fördern.

 

  1. Sozialkompetenz

Neben den Bereichen der Ich-Stärke und der Selbstständigkeit sehen wir in der Förderung der Sozialkompetenz einen weiteren wichtigen Aspekt unserer schulischen Arbeit.

Das heißt, die Schülerinnen und Schüler sollen Verantwortungsbewusstsein für sich selbst und andere, sowie Empathie, solidarisches Handeln und Kooperations- und Konfliktfähigkeit entwickeln.

In Kapitel 4h (Toleranz), 3c (Sozialformen im Unterricht), 3b (Die Kinder und ihr Verhältnis untereinander), 4c (Selbstständigkeit), 4k (Antisuchtprogramme), 4l (Grenzen) wird deutlich, wie wir diesen Bereich an unserer Schule fördern.

 

  1. Lern- und Leistungsfähigkeit

Schülerinnen und Schülern, die Lernrückstände oder Probleme beim Lernen haben, helfen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden didaktischen, methodischen und pädagogischen Möglichkeiten grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben.
Ebenso bieten wir Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen im differenzierten Unterricht zusätzliche Lernanreize.
Neben den im Schulprogramm unter Kapitel 4e, 4f, 4g aufgeführten Fördermaßnahmen legen bei Lernschwierigkeiten individuelle Lernpläne Förderschwerpunkte und deren Zeitrahmen fest.
Das Gleiche gilt für Kinder mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Schülerinnen und Schüler aller Klassen erhalten nach einer Überprüfung durch die zuständige Förderschullehrkraft Sprach- und Wahrnehmungsförderung im Kleingruppenunterricht.
Um den Kindern gezielt und individuell helfen zu können werden regelmäßig Parallel- Vergleichs- und Diagnosearbeiten geschrieben.
Auf Grund der Ergebnisse der Vergleichsarbeiten (VERA) werden im 3. und 4. Schuljahr spezielle Bereiche systematisch gefördert, um in einem weiteren Schritt Fortschritte zu evaluieren.
Grundsätzlich werden die Leistungen der einzelnen Kinder fortlaufend überprüft und die Lernangebote daraufhin so angepasst, dass sichergestellt wird, dass kein Kind über- oder unterfordert wird.

 

  1. Entwicklung der Lesekompetenz

Lesen stellt ein Basismedium unserer Kultur dar.
Durch Lesen entsteht mehr Lebensqualität. Nicht lesen zu können bedeutet, von wesentlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen zu sein.

Da der Bildungserfolg insgesamt stark von der Lesekompetenz abhängt, möchten wir diese Schlüsselqualifikation vorrangig entwickeln und fördern.

Lesetests (z.B. Stolperwörterlesetest) und andere Diagnoseverfahren bieten die Möglichkeit, die Lesegeschwindigkeit und das Leseverständnis der Schüler festzustellen.

Folgende Maßnahmen erscheinen uns geeignet, die Lesekompetenz zu fördern und werden durchgeführt:

- Durch vielfältige Kontakte mit Büchern, wie z.B. wöchentliches Vorlesen,   
  Durchführen einer "Lesenacht", Themenkisten und dem Besuch der Fahrbücherei soll die  
  Lesefreude geweckt und gefördert werden.

-  Bei Bedarf ist eine Elternmitarbeit (Lesemütter, Leseväter, Leseomas) in
   den Klassen möglich.

-  In den Klassen 2 - 4 werden in der Regel mehrere Lektüren pro Schuljahr
   erarbeitet.

-  In jedem Klassenraum befinden sich altersgemäße Literatur und Lesematerial
   (Lesebingo, Domino, Super - Acht, Memory, Logico, Computer - Software).

-  Um kontinuierliches Lesen zu unterstützen, arbeiten wir mit Lesetrainingsprogrammen und
    Lesepässen. Auch hier werden die Eltern miteinbezogen.

  1. Als zusätzliche Lesemotivation nutzen wir das computergestützte Leseprojekt "Antolin".

 

-   Autorenlesungen bieten zusätzliche Leseanreize.
 

  1. Wahrnehmung

 

Kinder mit Wahrnehmungsstörungen haben Mühe, sich in unbekannter Umgebung zurechtzufinden und sich zu konzentrieren, oft kommen motorische und soziale Probleme hinzu.
In unserem Schulprogramm weisen wir unter den Kapiteln 3 a-e (Geborgenheit), 4i (Stilleübungen), 4 j (Rituale) und 4 l (Grenzen) auf verschiedene Fördermaßnahmen hin.
Zusätzlich arbeiten wir mit außerschulischen Einrichtungen zusammen.

 

  1. Bewegung

Wie in den letzten Jahren vermehrt festzustellen war, fehlt den Schülerinnen und Schülern ausreichende Bewegung. Daher hat fast die Hälfte der deutschen Schülerinnen und Schüler Haltungsschäden. Vielfältige und häufige Bewegungsanreize fördern die Koordinationsfähigkeit und den Aufbau des Haltungs- und Bewegungsapparates.
Viele verschiedene Bewegungserfahrungen haben eine wichtige Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Deshalb halten wir es für besonders wichtig, dass die Kinder sich nicht nur im Sportunterricht bewegen.
In den Pausen bieten wir den Schülerinnen und Schülern durch eine vielseitige Schulhofgestaltung und Spielgeräte wie Pedalos, Stelzen, Springseile (siehe Kapitel 8) möglichst viele Bewegungsanreize.
Im Rahmen bewegungsorientierter Förderung führen wir regelmäßig Bundesjugendspiele und einen Lauftag durch.
Außerdem werden nach Möglichkeit Sport- AGs angeboten.

Um dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder auch während des Unterrichtes gerecht zu werden, bauen wir regelmäßig Bewegungsangebote ein. (z.B. 5 Minuten Pausenspaß mit Klaro - Klasse2000, Bewegungslieder und Bewegungsspiele.)

 

  1. Gesunde Ernährung

Das frühe Erlernen gesunder Ernährungsgewohnheiten ist eine wichtige Grundlage zur Verhinderung von Krankheiten und zur Vorbeugung von kompensatorischem Essverhalten in Belastungssituationen.

Daher ist es wichtig, schon frühzeitig die Bedeutung der Ernährung für das Leben zu thematisieren und richtige Ernährungsweisen einzuhalten.

Damit mehr Kinder frühstücken, mit einem gesunden und ausreichenden Pausenbrot zur Schule kommen und in Ruhe essen, frühstücken wir gemeinsam mit den Kindern im Klassenverband.

Ergänzend zu den unterrichtlichen Themen (z.B. Kartoffel, Getreide,...) führen wir mit einer Gesundheitsförderin das Programm Klasse 2000 durch.

 

  1. Umweltbewusstsein

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Entwicklung eines positiven Umweltbewusstseins - wie in Kapitel 7 des Schulprogrammes (Umwelt und Schule) beschrieben.